Fragen und Antworten

Bitte stellen sie hier ihre Fragen.

 

 

 

Frage: Ist es wahr, dass die alten Heiligen nicht in der Lage waren, kontinuierliche Akte im Göttlichen Willen auszuführen wie Luisa?

 

Antwort: Was in den zuvor erwähnten Passagen von Luisas Text häufig ist, ist Gottes „ewiger Modus“ des Wirkens, der die Akte umfasst, beides, sowohl „kontinuierlich“ als auch  „unterbrochen“ im Göttlichen Willen. Obwohl es hier verschiedene Grade des „Lebens“ im Göttlichen Willen gibt, gibt es aber doch nur einen Zustand, d.h. den ewigen Modus von Gottes einem ewigen Wirken.

 

 

 

 

 

 

 

F: Was meint Luisa, wenn sie von einer „neuen Heiligkeit“

     in der Kirche spricht?

 

A: Betrachten wir zunächst den Ausdruck „Neues Pfingsten“, den die Päpste Johannes XXIII und Johannes Paul II gebraucht haben, die beide am 27. April 2014 heiliggesprochen wurden. Das „Neue Pfingsten“ meint im Besonderen eine neue Gnadenausgießung in der Kirche der heutigen Welt. Und dieses neue Pfingsten ist mit einer Ausgießung des Hl. Geistes verbunden, dem in besonderer Weise das Werk der Heiligung zugeschrieben wird.

F: In der Theologie kam dem menschlichen Willen immer große Bedeutung zu, mit ihm sollen wir freiwillig das Gute tun, und so einen rechten Gebrauch des Willens machen. Geht es in Luisas Schriften um eine Auslöschung des menschlichen Willens?

 

A: Der menschliche Wille ist eine kostbare Gabe. Es findet keine Zerstörung oder Auslöschung sondern eine Umwandlung statt, vergleichbar mit einer Operation. Jesus erklärt Luisa am:

 

19. Februar 1913

 

Der Wille Gottes ein schmerzstillendes Mittel für die Seele.

 

"Mein Wille ist für die Seele das, was ein schmerzstillendes Mittel für körperliche Leiden. Müssen die armen Patienten sich einer Operation unterziehen, so werden sie durch ein schmerzstillendes Mittel schlafen gelegt. Auf diese Weise ist es ihnen erspart, die Heftigkeit der Schmerzen zu spüren. Erwachen sei nach einer gut verlaufenen Operation und haben sie nicht zu sehr gelitten, ist das nur der Narkose zuzuschreiben.

So ist auch mein Wille ein schmerzstillendes Mittel für die Seele. Er schläfert ein den stolzen Sinn, die Eigenliebe, die Selbstgefälligkeit und all das, was menschlich ist. Er läßt nicht zu tief gehen den Kummer, die Verleumdung, die Leiden und Seelenqualen, weil mein Wille die Seele gleichsam eingeschläfert hält. Damit verliert sie aber keineswegs die Wirkungen und Verdienste. Im Gegenteil, sie vermehrt sie, als ob sie alle ihre Leiden allein erduldet hätte. Nun beachte den Unterschied. Während man schmerzstillende Mittel für den Köper kaufen muß, von ihnen nicht oft und auch nicht alle Tage Gebrauch machen darf, weil, wenn man zuviel nimmt, man stumpfsinnig wird, besonders bei einer schwachen Konstitution, gebe ich das schmerzstillende Mittel meines Willens kostenlos her. Auch kann man es jeden Augenblick nehmen. Je öfter man es anwendet, desto mehr Licht gewinnt die Erkenntnis, und wenn die Seele schwach ist, schöpft sie aus ihm göttliche Kraft und Stärke.

Frage: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Luisas Privatoffenbarungen und der Einen Öffentlichen Offenbarung Christi?

 

 

 

Antwort: Der Katholische Katechismus sagt folgendes: ,,Daher wird die christliche Heilsordnung, nämlich der neue und nun endgültige Bund, niemals vorübergehen, und es ist keine neue öffentliche Offenbarung mehr zu erwarten vor der glorreichen Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus" (DV 4). Obwohl die Offenbarung abgeschlossen ist, ist ihr Inhalt nicht vollständig ausgeschöpft; es bleibt Sache des christlichen Glaubens, im Lauf der Jahrhunderte nach und nach ihre ganze Tragweite zu erfassen" (KKK, 66).

In diesem Artikel findet man die fortschreitende Entfaltung der öffentlichen Offenbarung. Wenn einerseits ausgesagt wird, dass Jesus uns alles geoffenbart hat was wir zum Heil brauchen und keine neue "öffentliche" Offenbarung (Glaubensgut) mehr zu erwarten ist, so wird andererseits bestätigt, dass uns nicht alles in der öffentlichen Offenbarung Christi "explizit" enthüllt worden ist! Was Jesu noch nicht entfaltete Lehren betrifft, erinnere ich an die Worte Jesu an seine Jünger bevor Er diese Welt verließ:"Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird (Joh 16,12)

Frage: Wenn wir uns mit dem Willen Gottes vereinigen [fusionieren] und uns vorstellen, dass wir in diesem einen kontinuierlichen Akt Gottes sind, können wir dann Menschen dem Vater im Himmel aufopfern?

 

Antwort: Ja, das können wir in der Tat, und Jesus hat uns durch Luisa aufgefordert, uns mit dem Willen Gottes zu vereinigen, wobei wir dadurch in dem einen ewigen Akt Gottes die „Akte“ und „Leben“ der anderen erheben und sie zur Verherrlichung der Dreifaltigkeit, sowie zum Nutzen für aller Geschöpfe darbringen.

Frage: Was ist der Wille Gottes?

 

Antwort:

Kathechismus der Katholische Kirche Nr. 760

„Wie Gottes Wille ein Werk ist und Welt [Schöpfung] heißt, so ist seine Absicht das Heil [Erlösung] der Menschen, und diese heißt Kirche“ (hl. Clemens v. Alexandrien, pæd. 1, 6, 27).

Band 17, 10. Juni 1924.

Die Sakramente müssen im Willen Gottes empfangen werden, und dienen als Mittel in ihm zu leben.

„Meine Tochter, mein Wille ist alles und enthält alles, und zudem ist Er Anfang, Mitte und Ziel des Menschen. Deshalb gab Ich ihm bei der Erschaffung keine Gesetze, noch setzte Ich Sakramente ein, sondern gab dem Menschen nur meinen Willen. Dieser war, da der Mensch am Anfang meines Willens stand, mehr als ausreichend, damit er alle Mittel zur Erlangung einer nicht [nur] geringen Heiligkeit, sondern der Erhabenheit einer Göttlichen Heiligkeit vorfinde, und sich so im Hafen seiner Bestimmung finde. Dies bedeutet, dass der Mensch nichts als nur meinen Willen benötigen sollte, um in Ihm auf überraschende, wunderbare und mühelose Weise alles zu seiner zeitlichen und ewigen Seligkeit und Heiligkeit zu finden. Und wenn Ich ihm nach vielen Jahrhunderten nach seiner Erschaffung ein Gesetz gab, so deshalb, weil der Mensch seinen Ursprung verloren, und somit die Mittel und das Ziel aus den Augen verloren hatte. So war das Gesetz nicht Anfang, sondern ein Mittel. Da Ich aber sah, dass der Mensch trotz meines ganzen Gesetzes verloren war, setzte Ich bei meinem Kommen auf die Erde die Sakramente als stärkere und mächtigere Mittel zu seiner Rettung ein. Doch wie viel Missbrauch und wie viele Profanierung! Wie viele gebrauchen das Gesetz und die Sakramente selbst, um noch mehr zu sündigen und in die Hölle zu stürzen. Es ist jedoch allein mein Wille – welcher der Anfang, die Mitte und das Ziel ist – mit dem sich die Seele in Sicherheit bringt und zu Göttlicher Heiligkeit aufsteigt. Mit Ihm erreicht die Seele auf vollständige Weise das Ziel, wofür sie geschaffen wurde, und es gibt [in meinem Willen] nicht den Schatten einer Gefahr, dass sie Mich beleidige. So ist der sicherste Weg allein mein Wille, und selbst die Sakramente können, wenn sie nicht in der Ordnung meines Willens empfangen werden, als Mittel der Verdammung und des Verderbens dienen. Deshalb bestehe Ich so sehr auf meinem Willen, denn wenn die Seele im Prinzip meines Willens steht, werden die Mittel von Nutzen sein, und sie wird die in ihnen enthaltenen Früchte empfangen; ohne Ihn jedoch können selbst die Sakramente Gift sein, die sie in den ewigen Tod führen.”