Täglicher Kommentar zum Evangelium

Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia

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15.11.19

 

Matthäus 5, 13-19

13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz schal wird, womit soll man es salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; man wirft es hinaus und es wird von den Leuten zertreten. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. 15 Man zündet auch nicht eine Lampe an und stellt sie unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. 16 So leuchte euer Licht vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Jesus und das Gesetz

17 Glaubt nicht, ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um sie aufzuheben, sondern um sie zur Vollendung zu führen. 18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota oder Häkchen vom Gesetz vergehen, bis alles erfüllt ist. 19 Wer darum eines von diesen ganz geringfügigen Geboten aufhebt und so die Menschen lehrt, wird im Himmelreich "Geringster" heißen. Wer sie aber hält und lehrt, wird "Großer" genannt werden im Himmelreich.

 

Catena Aurea – Hl. Thomas von Aquin. Eine fortlaufende, ganz aus den Stellen der Kirchenväter und Kirchen-Schriftsteller bestehende Auslegung der vier Evangelien.            

 

Damit man aber nicht glaubte, er sei so gekommen, daß er das Gesetz einfach, wie die übrigen Propheten, predigte, so sagt er zweierlei: Er behauptet, er sei nicht gekommen, es aufzuheben, und er behauptet, er sei gekommen, es zu erfüllen. Darum setzt er hinzu: Denn ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen, sondern es zu erfüllen. — Diese Worte enthalten einen doppelten Sinn; denn das Gesetz erfüllen heißt, entweder etwas hinzufügen, was es nicht hat, oder das tun, was es hat. — Christus erfüllte daher die Propheten, indem er Alles erfüllte, was durch sie von ihm gesagt worden war; das Gesetz aber, zuerst, indem er keine Vorschrift von dem Gesetze übertrat, zweitens, indem er durch den Glauben rechtfertigte, was das Gesetz durch den Buchstaben nicht zu tun vermochte. — Endlich auch, weil es den unter der Gnade sich Befindenden in diesem sterblichen Leben schwer war, das zu erfüllen, was im Gesetz geschrieben steht: Du sollst nicht begehren; wurde er durch das Opfer seines Leibes Priester und erlangte uns Verzeihung, indem er auch darin das Gesetz erfüllte, daß das, was wir durch unsere Schwachheit nicht vermögen, durch seine Vollkommenheit geheilt wird, von dessen Haupt wir Glieder wurden.

 

Remigius

Augustinus de serm. D. c. 7. vel. 14.

Chrysostomos in hom. 13. in Matth.

Augustinus contr. Faust. I. 19. c. 7.

Ex. 20, 17.; Deut. 5, 21; Röm. 7, 8; 13, 9.

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AUS DEN SCHRIFTEN VON LUISA PICCARRETA

Band 23, 27. Jan. 1928

“Meine Tochter, du sollst wissen […] was die Erlösung betrifft , habe ich nach außen (an der Oberfläche) offenbart . Ich habe es als Geschenk verliehen, da es der Vorbereitung für das Reich Meines Göttlichen Willens dienen sollte; was hingegen das Reich Meines Fiat anging, hielt Ich in Mir selbst zurück, es blieb sozusagen, in Meinem Eigenen Göttlichen Willen aufgespart.

 

Band 16, 28. Februar 1924

 

“Nun, als sich der Mensch aus dem Höchsten Willen zurückzog, wies er alle diese Gaben zurück, doch die Gottheit zog sie nicht in Sich Selbst zurück, sondern ließ sie in Ihrem Willen aufgehängt, in der Erwartung, dass der menschliche Wille sich mit dem Ihrigen verbinde und in die ursprüngliche Ordnung, die von Ihr erschaffen worden war, eintrete […] In Meinem Willen sind daher alle Feinheiten und Kunstgriffe der Liebe aufgespart. Mein Wille möchte diesen Reichtum an Gütern freisetzen, die Er allen Geschöpfen zu geben beschlossen hat, und deshalb will Ich das Gesetz des Lebens in Meinem Willen errichten, um die zwischen dem Schöpfer und dem menschlichen Geschöpf außer Kraft gesetzten Schätze zu aktualisieren. Deshalb bin Ich in dir am Werk, um deinen Willen im Göttlichen Willen wieder zu ordnen. Denn dadurch werde Ich die vielen Güter aktualisieren und wiedererwecken, die bis jetzt zwischen dem Schöpfer und dem menschlichen Geschöpf außer Kraft gesetzt sind. Mein Interesse liegt in der Neuordnung des menschlichen Willens im Göttlichen Willen, und dass der menschliche Wille gänzlich in Ihm lebe, so sehr, dass Ich, solange Ich das nicht erreicht habe, Mich fühle, als ob die Schöpfung nicht Meine primäre Bestimmung erreicht hätte.”

Buch des Himmels, Übersetzung Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia

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