Die Runden der Schöpfung

Die Runden

der Erlösung

Beten in und für die Schöpfung

 

Die Heiligkeit „des Lebens im“ Göttlichen Willen bringt diese typische Weise des Betens hervor, eine Weise, uns selbst mit Gott durch das Gebet zu vereinigen – oder, wie Luisa es nennt – „eine Fusion“ dh. Vereinigung (Engl:fuse;It: fondere). Dies wird erreicht, indem man Runden macht, durch die ganze Wirklichkeit, die Gott gebildet hat: in der Schöpfung, Erlösung und Heiligung. Jede Wirklichkeit, die von Gott durch den einen einzigen Akt Seines Willens gekommen ist, trägt in sich selbst dieselbe Liebe des Schöpfers, Erlösers, und Heiligmachers. Der Zweck dieser „geistigen Übung“ ist, Ihn anzuerkennen und Ihm gebührend im Lobpreis zu antworten, in der Danksagung und in der Wiedergutmachung für die Undankbarkeit des Menschen. Die Seele gibt Gott, was von Gott kommt, und errichtet in Ihm eine Wechselseitigkeit der Liebe, die dem Geschöpf zugute kommt, das die Runden macht, als auch allen Geschöpfen, die von ihm „besucht“ werden.

 

Pater Dr. Joseph Iannuzzi PhD


 

Die Runden im Gebetsbuch
Kurzfassung Runden
Pater Caros Massieu - IT/US/NIC

Über die Runden

Band 18, 4. Oktober 1925

„Meine Tochter, bist du nicht glücklich, dass kein „Ich liebe Dich”, das von dir ausgeht, verloren geht, sondern alle in Mir eingeprägt bleiben? Und weißt du überdies, was dir die ständige Wiederholung bringt? Du musst wissen, wenn die Seele beschließt, etwas Gutes zu tun oder eine Tugend zu üben, so bildet sie den Samen dieser Tugend. Die Wiederholung dieser Akte stellt das Wasser dar für die Bewässerung dieses Samens im Erdreich des eigenen Herzens, und je öfter sie die Akte wiederholt, umso besser begießt sie diesen Samen und die Pflanze grünt und wächst schön heran, sodass sie alsbald die Früchte dieses Samens hervorbringt. Wenn sie indessen langsam beim Wiederholen ist, bleibt dieser Same oft erstickt, und wenn er hervorkommt, wächst er kümmerlich und trägt nie Früchte. Armer Same, ohne ausreichend Wasser für das Wachstum! Und meine Sonne geht nicht über diesem Samen auf, um ihm Fruchtbarkeit, Reifung und seinen Früchten eine schöne Färbung zu verleihen, weil er unfruchtbar ist. Mit dem ständigen Wiederholen derselben Akte jedoch enthält die Seele viel Wasser, um diesen Samen zu bewässern. Meine Sonne geht über diesem Samen jedes Mal auf, wenn sie ihn bewässert sieht und freut sich sehr daran im Wissen, dass der Same viel Wachstumskraft hat, dass Ich seine Zweige bis zu Mir reichen lasse. Und wenn Ich die vielen Früchte sehe, ernte Ich sie nach meinem Wohlgefallen und ruhe Mich in seinem Schatten aus. So bringen dir deine wiederholten „Ich liebe Dich” für Mich das Wasser für die Bewässerung und das Wachstum des Baumes der Liebe. Das Wiederholen der Geduld tränkt und bildet den Baum der Geduld. Das Wiederholen deiner Akte in meinem Willen bildet das Wasser, um den göttlichen und ewigen Baum meines Willens zu bewässern und zu bilden. Kein Ding wird mit einem einzigen Akt gebildet, sondern mit vielen und wiederholten Akten. Nur dein Jesus kann alle Dinge, auch die größten, mit einem Akt bilden, denn Ich enthalte die schöpferische Kraft. Doch das Geschöpf bildet nach und nach durch Wiederholung desselben Aktes das Gute, das es tun will. Durch die Gewohnheit wird dieses Gute oder diese Tugend zur Natur dieser Seele, und sie wird deren Besitzer und formt daraus ihr ganzes Glück. Auch in der natürlichen Ordnung geschieht es so: Niemand wird Lehrer, wenn er einmal oder nur wenige Male die Vokale und die Konsonanten gelesen hat, sondern wer beständig wiederholt, bis er den Geist, den Willen und das Herz mit dieser ganzen Wissenschaft angefüllt hat, die nötig ist, um Lehrer für die anderen zu sein. Niemand wird satt, wenn er nicht Bissen für Bissen die nötige Speise isst, um sich zu sättigen. Niemand erntet den Samen, wenn er nicht, wer weiß wie oft seine Arbeit auf seinem kleinen Feld wiederholt. Und so ist es mit vielen anderen Dingen. Die Wiederholung desselben Aktes ist ein Zeichen, dass man den Akt, den man tut, liebt, wertschätzt und ihn besitzen will. Wiederhole also, und wiederhole ununterbrochen, ohne je müde zu werden.”