Über die Runden in der Schöpfung

Auf welche Weise werden die Runden gebetet?

 

Es ist nicht einfach umherzugehen und die geschaffenen Dinge zu bewundern. Viele heilige Seelen haben dies getan. Hier jedoch geht es um den Besitz des eigentlichen Lebens, das die Schöpfung trägt. Aber um Es unser eigen zu nennen, müssen wir in den Willen Gottes eintreten, den Schöpfer - das heißt, uns selbst mit diesem Fiat vereinen, durch das die ganze Maschine des Universums ausgelöst wurde, um das Fiat in seinem heiligsten Willen zu verkünden, um Es in Besitz zu nehmen, zu danken und im Gegenzug darzubieten, um Es dann wieder zu erhalten und Es wieder darzubieten.

 

Je mehr man umhergeht, umso mehr werden die Runden erweitert, und das innere Licht, das Licht Gottes, Sein Leben in uns erweitert sich, während der menschliche Wille, der uns veranlasst menschliche Akte auszuführen, schwächer wird.

 

(...) Indem wir die Runden machen, vereinen wir uns mit den Fiats der Schöpfung und Erlösung, um sie mit dem Dritten Fiat zu krönen und zu vervollständigen: "Dein Wille geschehe wie im 4Himmel so auf Erden." (Fiat Voluntas tua..) Dieses Fiat ist die Erfüllung der Werke Gottes.

 

Es ist ein Schritt in Richtung Himmel, und ein Schritt des Himmels in Richtung des Geschöpfs, soweit bis zur Vereinigung des Lebens im göttlichen Willen, so wie der unschuldige Adam.Je nachdem wie die Seele im göttlichen Willen lebt, sind es wirkmächtige und heilige Akte. Die Runden dienen dazu, die Nahrung der Seele zu formen. Sie sind Akte von Licht, weil Gott Licht ist.

 

Es ist das Gebet der Herrlichkeit; es ist das Gebet ohne persönliche Interessen, da man nicht für sich selbst, jedoch nur zur Ehre Gottes und dem Reich des göttlichen Willens bittet. Nicht ein Schatten menschlicher Interessen tritt in es ein. Diese Runden sind unermesslich, da die geschaffenen Dinge miteinander verbunden sind, wie die Glieder mit dem Kopf; wenn man also betet und ein Geschöpf erreicht, erreicht man zur gleichen Zeit alle anderen Dinge, da die Akt ins unendliche vervielfacht werden, durch das Herzblut im ganzen Universum: die erhaltende Kraft des göttlichen Willens. Es ist das Leben des Himmels mit dem Gott alle Geschöpfe, die ihr Herz diesen Erkenntnissen öffnen, befruchten und vervollständigen will.

 

Sr. Assunta Mariglian Präsidentin "Gesellschaft Luisa Piccarreta” P.F.D.V.http://www.causaluisapiccarreta.it/

Die Runden im Gebetsbuch

Aus den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta

 

Das Gebet und die Akte im
Göttlichen Willen, April 1930

 

Mein armer Geist fühlt sich veranlasst im unermesslichen Meer des Göttlichen Fiat zu kreuzen, und geht auf die Suche nach den Akten in diesem Meer, um sie zu lieben, sie anzubeten und ihnen Gesellschaft zu leisten. Auf diese Art bleibt mein armer Geist unter dem Einfluss einer unwiderstehlichen Kraft – eine Kraft, die ihn ständig wandern lässt, und die Akte des Höchsten Willens suchen lässt. Doch während ich das tat, dachte ich mir: Was kann ich damit schon Gutes tun, im Meer des Göttlichen Willens ständig umherzugehen? Und mein süßer Jesus sagte zu mir: „Mein Kind, jedes Mal, wenn du im Meer Meines Göttlichen Willens umhergehst, besetzt du einen weiteren Platz in Ihm; und du kannst deine Tropfen von Licht in Unserem Meer bilden, wo sie sich im Göttlichen Willen auflösen und untrennbar von Ihm werden. Wir fühlen deine Liebe zu Uns in diesen kleinen Tropfen, die ein einziges Leben mit Uns bilden, und Wir sagen: ‚Die Neugeborene Unseres Willens liebt Uns in Unserem Meer, nicht außerhalb davon. Es ist nur gerecht, dass Wir ihr das Recht gewähren, in Unser Meer zu kommen, sooft sie es wünscht, besonders, da sie nichts anderes will als das, was Wir wollen. Und das ist die größte Freude, die sie Uns bereiten kann, als ob sie Unseren ganzen Göttlichen Willen in ihrer kleinen Brust ausführen würde, der, indem Er überall herausfließt, und sie sich in Seinem Licht versenkt.’ Wir freuen Uns darüber, deine Kleinheit in Unserem Licht umschlossen zu sehen. Und wenn du das unwiderstehliche Bedürfnis empfindest, zu uns kommen, und deine kleinen Runden im Meer Unseres Fiat zu machen, liebt es die herrschende Kraft Unseres Willens sehr, deine Kleinheit Tröpfchen von Licht in Seinem Meer bilden zu sehen. Das ist es, was es bedeutet, in den Ersten Akt Unseres Willens einzutreten: Dass das Geschöpf seinen Platz einnimmt und seine kleinen Tropfen in diesem Meer bildet. Denke so an deine ständigen Runden in Unserem Fiat als eine große Wohltat.“

 

Dann folgte ich den Akten des Göttlichen Willens in der Schöpfung, und es schien mir, dass alles von der Liebe des Schöpfers zu Seinen Geschöpfen pochte. Der Himmel, die Sonne, und die Sterne; die Luft, der Wind, und das Meer; und alle geschaffenen Dinge existieren in vollkommener Harmonie. In der Tat, obwohl sie verschiedene Dinge untereinander sind, leben sie wie verschmolzen miteinander. Dies ist so wahr, dass, wo immer die Sonne scheint, die Luft, der Wind, das Meer und die Erde im selben Raum existieren – aber jedes hat sein bestimmtes Pulsieren der Liebe für die Menschheit. Doch während ich darüber nachdachte, drückte mich mein geliebter Jesus fest in Seine Arme und sagte zu mir:

„Meine Tochter, Unsere Liebe in der Schöpfung war enthusiastisch; aber immer für die Menschheit. In alles, was Wir erschaffen haben, legten Wir so viele Akte der Liebe, als die Zahl der Geschöpfe sie brauchen würde. Wenn wir sehen, dass ein Geschöpf, sich am Sonnenlicht freut, sendet Unser Göttliches Fiat – welches das immerwährende Leben aller Schöpfung ist und sie im Gleichgewicht hält – Unsere Liebe in das Licht, das das Geschöpf empfängt. Wenn es Wasser trinkt, geht Unsere Liebe zu ihm, während es trinkt, um zu sagen: ‚Ich liebe dich’; wenn es die Luft atmet, sagt ihm Unsere Liebe wieder und wieder: ‚Ich liebe dich’, wenn es geht, sagt ihm die Erde unter seinen Füßen: ‚Ich liebe dich’. In allem, was die Seele nimmt, berührt oder sieht, grüßt Unsere Liebe es freudig, indem Sie zu ihm sagt: ‚Ich liebe dich’, um ihm Unsere Liebe zu geben.

 

 

 

 

 

„Meine Tochter, Unsere Liebe in der Schöpfung war enthusiastisch; aber immer für die Menschheit. In alles, was Wir erschaffen haben, legten Wir so viele Akte der Liebe, als die Zahl der Geschöpfe sie brauchen würde. Wenn wir sehen, dass ein Geschöpf, sich am Sonnenlicht freut, sendet Unser Göttliches Fiat – welches das immerwährende Leben aller Schöpfung ist und sie im Gleichgewicht hält – Unsere Liebe in das Licht, das das Geschöpf empfängt. Wenn es Wasser trinkt, geht Unsere Liebe zu ihm, während es trinkt, um zu sagen: ‚Ich liebe dich’; wenn es die Luft atmet, sagt ihm Unsere Liebe wieder und wieder: ‚Ich liebe dich’, wenn es geht, sagt ihm die Erde unter seinen Füßen: ‚Ich liebe dich’. In allem, was die Seele nimmt, berührt oder sieht, grüßt Unsere Liebe es freudig, indem Sie zu ihm sagt: ‚Ich liebe dich’, um ihm Unsere Liebe zu geben.

Doch kennst du den Grund für die Nachdrücklichkeit unserer Liebe? Damit Wir eine liebende Antwort vom Geschöpf empfangen, in allem, was es tut. Deshalb will unendliche Liebe der endlichen Liebe begegnen, um nur eine Liebe zu bilden – um das Gleichgewicht von Gottes Liebe in das Geschöpf zu legen. Doch das Geschöpf gebraucht die Dinge, ohne auch nur einen Gedanken zu machen, dass Unsere Liebe es grüßen will – damit Wir Unseren Refrain wieder und wieder hören: ‚Ich liebe dich, Ich liebe dich’ – stattdessen gebraucht es diese, ohne einen einzigen Gedanken an Den zu verschwenden, der sie ihm gibt. Und deshalb ist das

 

Leben der Seele unausgewogen. Wenn sie nicht Unsere Liebe erfährt, wird sie instabil und ungeordnet in all ihren Akten – da sie das Göttliche Gleichgewicht und die Liebende Stärke ihres Schöpfers verloren hat. So sei sorgfältig, wenn du Unsere Liebe erwiderst, um Mir Ersatz zu leisten für so viel Kälte von den Geschöpfen.“ Und so setzte ich meine Runden in den Akten des Göttlichen Willens fort, und ich dachte mir: Doch was ist Gutes daran, so viele Runden, wieder und wieder im Höchsten Fiat zu machen, indem ich Seinen Akten folge? Und mein süßer Jesus fügte hinzu: „Meine Tochter, jede Form von Leben braucht Nahrung. Ohne Nahrung kann kein Mensch gebildet werden, noch kann er wachsen, und wenn die Speise fehlt, ist das Leben in Gefahr. Dein Folgen in Meinem Willen, dein Vereinigen mit Seinen Akten, deine ständigen Runden in Ihm sind notwendig, um die Speise zu bilden, die nährt, formt, und Sein Leben in deiner Seele wachsen lässt. Mein Wille kann Sich Selbst nicht nähren, außer mit den Akten, die in Seinem Willen getan werden. Er kann Sich Selbst nicht bilden, noch im Geschöpf wachsen, außer es tritt in Meinen Willen ein, und vereint seine Akte mit dessen Akten und ihren Teil des Lichtes bildet, das Er besitzt. Auf diese Weise wird das Leben des Göttlichen Willens im Geschöpf gebildet. Je mehr Akte das Geschöpf im Göttlichen Willen tut, umso mehr vereint es sich mit Seinen Akten und lebt in Ihm, umso mehr Speise wird es bilden, um den Göttlichen Willen zu nähren, um Ihn rasch in seiner Seele wachsen zu lassen. Es ist Leben, das durch deine Runden im Göttlichen Willen gebildet wird; es ist Speise, die für die Entwicklung des Lebens Meines Göttlichen Willens in deiner Seele notwendig ist. Diese Akte sind nötig, um die Speise vorzubereiten, um Meinen Willen in anderen zu nähren. So sei aufmerksam, und denke nicht daran, deine Akte in Meinem Willen aufhören zu lassen.“