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Der vorausgehende Akt im Morgenlob

 

Jesus teilt Luisa mit, dass unser Gebet jeden Morgen im Willen Gottes verrichtet werden soll. Jesus leitet Luisa an und damit einen jeden von uns, wie dieses Gebet am Morgen aufsagt wird und gibt damit die Verheißung den Beter während des Tages im Göttlichen Willen zu halten. Am 27 Mai, 1922, im Band 14, offenbart Jesus Luisa, dass der Vorausgehende Akt, oder das Morgenlob im göttlichen Willen verrichtet wird, sobald die Seele aufwacht und sie ihren Willen auf den göttlichen Willen ausrichtet. „Auf diese Weise entscheidet und bekräftigt die Seele, dass sie nur in meinem Willen leben und handeln will. Indem sie diese dem göttlichen Willen weiht, nimmt die Seele in diesem Morgenlob alle ihre Akte des ganzen Tages vorweg.“ In diesem Augenblick fangen die Akte der Seele an, in Gottes einem ewigen Akt zu fließen, die weder Anfang noch Ende haben, und erhebt ihre Akte, um auf alle Akte des Lebens aller Menschen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einzuwirken.

 

Die Wirksamkeit des Vorausgehenden Aktes kann jedoch über den Tag verringert werden, indem man auf sich selbst schaut, auf Grund von Unachtsamkeit und anderer Dinge, die wie Wolken, vor der Sonne hängen, so muss man diesen Akt im laufe des Tages erneuern. Jesus bezeichnet die Erneuerung als den Aktuellen Akt und dieser beseitigt die Dinge, die den Vorausgehenden Akt verringern würden.

Jesus offenbart Luisa, dass der Vorausgehende und der Aktuelle Akt notwendig sind, um im göttlichen Willen zu leben: Ersterer disponiert und erlaubt der Seele im göttlichen Willen zu leben, während letzterer die Seele in demselben Willen erhält und erweitert.

 

Wenn man ein geschäftiges Arbeitspensum zu leisten hat, kann man den Vorausgehenden Akt drei, viermal am Tag erneuern. Die Art und Weise diesen Akt zu erneuern ist nicht auf dessen Wiederholung begrenzt, obwohl dies eine gute Methode darstellt. Sie können diesen Akt beispielsweise auch in seinem Fiat der Schöpfung, in seinem Fiat der Erlösung oder in seinem Fiat der Heiligung erneuern.

 

Diesen Akt zu erneuern bedeutet jedoch, wie Luisa, ihn mit zwei Bewegungen der Seele zu verrichten. Luisa gebrauchte diesen Ansatz oft. 

Die erste Bewegung der Seele ist eine allgemeine und in dieser opfern wir Gott die Liebe, das Lob und den Dank von allen Menschen und von allen Dingen auf einmal, so wie sie uns im ewigen Jetzt gegenwärtig sind.

Die zweite Bewegung geht ins Einzelne und wir opfern in dieser alle Dinge in Gruppen auf, eine nach der anderen (die Sonnen des Kosmos, die Sterne, die Wasser, die ganze Menschheit etc.) oder einzeln Betrachtet d.h. diese oder jene Sache. Luisa praktizierte beide Bewegungen durchgehend, bis sie ihren ewigen Lohn erhielt.

 

Der folgende vorausgehende Akt, der auch als Morgenlob im göttlichen Willen bekannt ist, wurde aus zahlreichen Auszügen der 36 Bände von Luisa zusammengestellt, der ihrer Methode des Gebets folgt, die sie jeden Morgen umsetzte.

Das Morgenlob im Göttlichen Willen

 

O unbeflecktes Herz Mariens, Mutter und Königin des göttlichen Willens, durch die unendlichen Verdienste des Heiligsten Herzens Jesu und durch die Gnade Gottes, die Dir seit Deiner Unbefleckten Empfängnis gewährt wurde, flehe ich Dich an, dass ich niemals vom Weg abkomme.

Heiligstes Herz Jesu, ich bin ein armer und unwürdiger Sünder, und ich bitte Dich um die Gnade unserer Mutter und Luisa zu erlauben, in mir die göttlichen Akte zu bilden, die Du für mich und alle Menschen erworben hast. Diese Akte sind das Allerwertvollste für alle, denn sie besitzen die Ewige Macht Deines Fiat und sie erwarten mein "Ja, dein Wille geschehe" (Fiat Voluntas Tua). So flehe ich nun zu euch, Jesus, Maria und Luisa, mich zu begleiten, da ich jetzt bete: Ich bin nichts und Gott ist alles, komm´ göttlicher Wille. Komm´ himmli­scher Vater und schlage in meinem Herzen und bewege Dich in meinem Willen, komm´ geliebter Sohn, und fließe in meinem Blut und denke in meinem Verstand, komm´ Heiliger Geist, atme in meinen Lungen und belebe meine Erinnerung. Ich vereinige mich mit dem göttlichen Willen, und vereine mein "Gott ich liebe Dich, ich bete Dich an und lobpreise Dich" in den Fiats der Schöpfung. Mit meinem "ich liebe dich" bilokiert meine Seele in den Schöpfungen des Himmels und der Erde: Ich liebe dich in den Sternen, in der Sonne, im Mond und im Himmel, ich liebe dich in der Erde, in den Gewässern und in jedem Lebewesen, das mein Vater aus Liebe für mich erschaffen hat, so dass ich Liebe für Liebe erwidere. Ich trete jetzt in die Allerheiligste Menschheit Jesu ein, die alle Akte umfasst. Ich lege mein "ich bete Dich an Jesus" in jeden Deiner Atemzüge, Herzschläge, Gedanken, Worte und Schritte. Ich bete Dich an, in den Predigten Deines öffentlichen Lebens, in den Wundern die Du getan hast, in den Sakramenten, die Du eingesetzt hast, und in jeder Faser Deines Herzens. Jesus, ich lobpreise Dich in jeder Deiner Tränen, in den Schlägen, Wunden, Dornen und in jedem Tropfen Blut, der für das Leben eines jeden Menschen Licht freisetzte. Ich bete Dich an, in Deinen Gebeten, Sühneleistungen, Opfern, und in jedem innerlichen Akt und in den Schmerzen, die Du bis zu Deinem letzten Atemzug am Kreuz erlitten hast. Jesus, mit meinem "ich bete Dich an und ich lobpreise Dich" nehme ich Dein Leben und alle Deine Akte in mich auf.

Ich trete jetzt in die Akte meiner Mutter Maria und von Luisa ein. Ich lege nun mein "ich danke Dir" in jeden Gedanken, jedes Wort und jeden Akt von Maria und Luisa. Ich danke Dir in den vereinten Freuden und Leiden der Erlösung Jesu und der Heiligung durch den Heiligen Geist. Vereinigt mit Deinen Akten, lasse ich mein "ich danke Dir, und ich lobpreise Dich" in den Beziehungen eines jeden Geschöpfes fließen, um ihre Akte mit Licht und Leben zu füllen: die Akte von Adam und Eva; die Akte der Patriarchen und Propheten, der Seelen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; der heiligen Seelen im Fegefeuer, und der heiligen Engel und Heiligen. Ich mache mir jetzt diese Akte zu Eigen, und opfere sie Dir auf, mein liebevoller Vater. Mögen sie den Ruhm Deiner Kinder vermehren, und mögen sie Dich an ihrer statt verherrlichen, Genugtuung leisten und Dich ehren. Lass uns jetzt unseren Tag mit unseren vereinten göttlichen Akten beginnen. Ich danke Dir, Allerheiligste Dreifaltigkeit, dass Du mir ermöglichst, mit Dir durch das Gebet eins zu werden. Dein Reich komme, Dein Wille und geschehe wie im Himmel so auf Erden.