Was ist der Göttliche Wille?

 

Kathechismus der Katholische Kirche Nr. 760

„Wie Gottes Wille ein Werk ist und Welt [Schöpfung] heißt, so ist seine Absicht das Heil [Erlösung] der
Menschen, und diese heißt Kirche“ (hl. Clemens v. Alexandrien, pæd. 1, 6, 27).

 

Aus dem Buch des Himmels

Übersetzung: Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia

 

Die Erkenntnisse des Göttlichen Willens

Band 20, 17. September 1926 

Bei der Erlösung redete Ich zwar, doch da Ich nicht vom Reich meines Willens sprach, das unendliche Kenntnisse und unermessliche Güter enthält, waren keine langen Erklärungen nötig, denn alles, was Ich lehrte, war von begrenzter Natur. So war dessen Bekanntmachung mit wenigen Worten abgeschlossen.

Um jedoch meinen Willen bekannt zu machen, braucht es viel, meine Tochter. Seine Geschichte ist sehr lang: Er schließt eine Ewigkeit ohne Anfang und ohne Ende ein, deshalb habe Ich, so viel Ich auch spreche, immer [noch] etwas zu sagen. Daher rede Ich – o, um wie viel mehr!

 

Gottes Wille umfasst Schöpfung, Erlösung und Heiligung

“Meine Tochter, alles, was von unserer Gottheit, sowohl in der Schöpfung wie in der Erlösung und Heiligung gemacht wurde, haben die Geschöpfe [noch] nicht ganz absorbiert, sondern ist in meinem Göttlichen Willen und wartet darauf, sich den Seelen zu schenken.

Band 25, 6. Januar 1929

Mein Wille ist wie die Sonne, die am Morgen aufgeht und die Kraft hat, die Dunkelheit der Nacht zu vertreiben. Angesichts des Lichtes stirbt die Finsternis und hat kein Recht mehr, weiter zu bestehen. So ist es mit meinem Göttlichen Willen.”

Band 19, 18. Mai 1926

 

Mein Wille ist universell und war in allen Dingen wirksam, so ist es gerecht, dass das, was Ihm angehört, dir anvertraut werde. Möchtest du etwa meinen Willen ohne seine Werke? Wir können nicht unser Leben ohne unsere Werke und Güter schenken.

 

 

Band 23, 6. Januar 1928

 

„Meine Tochter, mein Wille ist unermesslich, und als Er die Geschöpfe ins Dasein rief, blieben sie in meinem eigenen Willen, wie viele kleine in Ihm errichtete Wohnungen, in denen mein Wille sein Recht hatte zu herrschen und sein Leben in jeder dieser kleinen Wohnstätten führen sollte. Doch während Er aus Güte und Freigebigkeit den Platz und alles Erforderliche zu Verfügung stellte, um diese kleinen Wohnstätten in Sich zu bilden, wollen Ihm die Geschöpfe mit furchtbarer Undank-barkeit nicht das Recht einräumen, meinen Göttlichen Willen in sich wohnen zu lassen.

 

Mein Wille ist stets heilig, und wer in Ihm lebt, ist schon geheiligt, und erfreut sich an allem, was mein Wille einschließt. Er nährt sich davon und denkt daran, und wenn er auch in der Vergangenheit Sünden begangen hätte, vergisst er seine hässliche Vergangenheit, da er sich in der Schönheit, Heiligkeit und Unermesslichkeit der Güter befindet, die mein Wille enthält. Er denkt nur an das Gegenwärtige, es sei denn, dass er aus meinem Willen heraustritt.

Band 25, 6. Januar 1929

 

Mein Wille ist wie die Sonne, die am Morgen aufgeht und die Kraft hat, die Dunkelheit der Nacht zu vertreiben. Angesichts des Lichtes stirbt die Finsternis und hat kein Recht mehr, weiter zu bestehen. So ist es mit meinem Göttlichen Willen.”

Band 6, 16. Oktober 1903       

Mein Wille ist auch Licht, und wenn du stets meinen Willen tust, ernährst du dich mit Licht, und deine Abtötungen, Beraubungen und Leiden verwandeln sich in Nahrung des Lichts für die Seele, denn die einzige Speise, die ernährt und wahres Leben gibt, ist mein Wille. Und weißt du nicht, dass die Seele, die sich ständig mit Licht ernährt, selbst wenn sie sich einige Fehler zuziehen sollte, ständig von diesem reinigt wird?“

Band 34, 14. Juni 1936

 

Wo mein Wille ist, darf nichts fehlen, weil alles aus Ihm hervorgegangen ist. Mit Recht gehört alles Ihm, und daher konzentriert Er dort, wo Er regiert, alle seine Werke. O, die Schönheiten, die Ordnung, die Harmonie, die Göttlichen Güter, die man in dieser Seele sieht! Die Himmel staunen, und alle bewundern die Liebe und die Macht des Göttlichen Willens und beten Ihn zitternd an. Lass Ihn deshalb an dir wirken, und Er wird so große Dinge tun, dass du staunst.

Band 15, 2. April 1923

 

Wenn also die Seele ihre Akte in meinem Wollen vollbringt, so bindet sie dabei stets neues göttliches Licht, denn mein Wille ist seinem Wesen nach Licht, und wer in Ihm lebt, besitzt die Eigenschaft, alle Gedanken, Worte und Werke und alles, was er tut, in Licht zu verwandeln.“

 

Band 13, 1.5.1921

 

In der Seele, die in meinem Willen lebt, nehme Ich den Widerhall meiner Macht, meiner Liebe, meiner Heiligkeit wahr: in allen meinen Akten höre Ich den Widerhall des ihren, sie eilt überall vor Mir her, hinter Mir und sogar in Mir. Überall, wo mein Wille ist, da ist der ihre: wie sich meine Akte vervielfältigen, so vervielfältigen sich die ihren. Einzig der menschliche Wille bringt den Missklang zwischen Geschöpf und Schöpfer; ein einziger Akt des menschlichen Willens bringt Aufruhr zwischen Himmel und Erde, bringt Unähnlichkeit zwischen Schöpfer und Geschöpf hervor. Für den hingegen, der in meinem Willen lebt, ist alles Harmonie; seine Dinge und die meinen sind in Einklang miteinander: Ich bin bei dieser Seele auf Erden, und sie ist bei Mir im Himmel. Eines ist das Interesse, eines das Leben, einer der Wille.

Band 31, 21. Oktober 1932

 

Mein Wille ist Leben, unsere Werke sind lebendige und keine toten Werke; für den aber, der sie nicht kennt oder nicht zu erkennen trachtet oder sie nicht in die Praxis umsetzt, sind sie wie tote und leblose Werke. Daher erwarte Ich, dass die Seelen sie in die Tat umsetzen, damit Ich das Leben meines Willens verwirklichen, heranbilden und großziehen und unsere Werke für sie lebendig machen kann.”

Band 21, 16. März 1927

 

Sei also aufmerksam, denn es handelt sich um das Größte, nämlich die Schöpfungsordnung zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf wiederherzustellen. Nicht nur das, sondern Ich musste zuerst eine Seele auswählen, die im Göttlichen FIAT lebte, um von dieser Seele universelle Akte zu empfangen, denn mein Wille ist universell. Er befindet sich überall, und es gibt kein Geschöpf, das nicht sein Leben empfängt.

 

Band 17, 10. Juni 1924.

Die Sakramente müssen im Willen Gottes empfangen werden, und dienen als Mittel in ihm zu leben.

„Meine Tochter, mein Wille ist alles und enthält alles, und zudem ist Er Anfang, Mitte und Ziel des Menschen. Deshalb gab Ich ihm bei der Erschaffung keine Gesetze, noch setzte Ich Sakramente ein, sondern gab dem Menschen nur meinen Willen. Dieser war, da der Mensch am Anfang meines Willens stand, mehr als ausreichend, damit er alle Mittel zur Erlangung einer nicht [nur] geringen Heiligkeit, sondern der Erhabenheit einer Göttlichen Heiligkeit vorfinde, und sich so im Hafen seiner Bestimmung finde. Dies bedeutet, dass der Mensch nichts als nur meinen Willen benötigen sollte, um in Ihm auf überraschende, wunderbare und mühelose Weise alles zu seiner zeitlichen und ewigen Seligkeit und Heiligkeit zu finden. Und wenn Ich ihm nach vielen Jahrhunderten nach seiner Erschaffung ein Gesetz gab, so deshalb, weil der Mensch seinen Ursprung verloren, und somit die Mittel und das Ziel aus den Augen verloren hatte. So war das Gesetz nicht Anfang, sondern ein Mittel. Da Ich aber sah, dass der Mensch trotz meines ganzen Gesetzes verloren war, setzte Ich bei meinem Kommen auf die Erde die Sakramente als stärkere und mächtigere Mittel zu seiner Rettung ein. Doch wie viel Missbrauch und wie viele Profanierung! Wie viele gebrauchen das Gesetz und die Sakramente selbst, um noch mehr zu sündigen und in die Hölle zu stürzen. Es ist jedoch allein mein Wille – welcher der Anfang, die Mitte und das Ziel ist – mit dem sich die Seele in Sicherheit bringt und zu Göttlicher Heiligkeit aufsteigt. Mit Ihm erreicht die Seele auf vollständige Weise das Ziel, wofür sie geschaffen wurde, und es gibt [in meinem Willen] nicht den Schatten einer Gefahr, dass sie Mich beleidige. So ist der sicherste Weg allein mein Wille, und selbst die Sakramente können, wenn sie nicht in der Ordnung meines Willens empfangen werden, als Mittel der Verdammung und des Verderbens dienen. Deshalb bestehe Ich so sehr auf meinem Willen, denn wenn die Seele im Prinzip meines Willens steht, werden die Mittel von Nutzen sein, und sie wird die in ihnen enthaltenen Früchte empfangen; ohne Ihn jedoch können selbst die Sakramente Gift sein, die sie in den ewigen Tod führen.”